Aus architektonischen Gründen können die vertikalen Dehnungsfugen im Verblendmauerwerk dem Fugenverlauf des gewählten Verbandes angepasst und in „Reißverschlussform“ ausgeführt werden. Auch hat sich diese Fugenausbildung im Verblendmauerwerk bewährt. Ihre einwandfreie Ausbildung erfordert allerdings mehr Sorgfalt und ist mit deutlich größerem Arbeitsaufwand verbunden als
bei senkrecht verlaufenden Dehnungsfugen.
Horizontale Dehnungsfugen sind unter Mauerwerkskonsolen und vorspringenden Bauteilen des tragenden Baukörpers vorzusehen. Für die konstruktive Ausbildung ist folgendes zu beachten:
- Die Fugenflanken müssen bis zu einer Tiefe der zweifachen Fugenbreite, mind. aber 30 mm,
parallel verlaufen, damit das Hinterfüllmaterial ausreichenden Halt findet.
- Die Fugenflanken müssen vollfugig, sauber und frei von Stoffen sein, die das Haften und Erhärten
der Fugendichtungsmasse beeinträchtigen.
- Die Mörtelfugen müssen im Bereich der Fugenflanken bündig abgestrichen sein.
Als Abdichtungsstoffe kommen in Frage:
- Fugendichtstoffe
- Dichtungsbänder
- Abdeckprofile
Horizontale Dehnungsfuge
Vertikale Dehnungsfuge
Vertikale Dehnungsfuge
1. Fuge gestaucht
2. Fuge gedehnt
3. geschlossenzelliges Schaumstoffprofil
4. Haftgrundierung
5. Elastoplastischer Dichtstoff (Fugendichtmasse)
6. Halfen Konsolanker